Kennst du das? Du hast einen wunderbare Yogastunde, du bist ganz erfüllt vom Flow der Asanas und plötzlich spürst du einen Schmerz. Im Fuß, in der Schulter, im Arm oder…. Bei weiterer Belastung nimmt der Schmerz zu. Der schöne Flow ist dahin. Dein Kopf beginnt zu arbeiten. Was tun? Aufhören, sagt dein Gefühl. Es geht schon, sagt dein Kopf. Du hörst nicht auf, machst weiter. Aber nach der Stunde ist alles viel schlimmer. Der Schmerz bleibt.

Du hast dich überschätzt, überlastet, nicht auf den Körper gehört. Er rebelliert. Und es wird dauern, bis alles wieder geht, das dämmert dir langsam. Und die Trauer darüber und die Angst davor, wie lange es dauern wird, nehmen dich ein.

Ich habe diese oder ähnliche Situationen immer wieder erlebt. Und ich habe gelernt, anders damit umzugehen. In einem persönlichen Coaching ist mir klar geworden, dass ich erst die Situation bedingungslos akzeptieren muss. Dann kann ich mich der Hoffnung zuwenden, dass es besser wird.

Hoffnung ist eine positive Emotion, die wir, wenn wir älter werden besonders pflegen sollten. Denn sie gibt uns Kraft, mit den Tücken des Älterwerdens umzugehen. 

Hoffnung zu haben, ist nicht passiv. Hoffnung ist, die Zukunft aktiv zu gestalten. Dazu hat Dan Tomasulo in seinem Buch „Learned Hopefulness“ eine Hoffnungshierachie entworfen. 

Zuerst geht es darum, das negative Erlebnis wahrzunehmen, es anzunehmen und genau hinzuschauen, was passiert ist. Dann kannst du in Aktion kommen und schauen, welche Ressourcen du hast, die du nutzen kannst. Um diese zu aktivieren, ist die Frage wichtig, was brauche ich eigentlich? Wie kann ich mich unterstützen oder wer kann mir helfen? Wie habe ich ein ähnliches Problem oder andere schwierige Situationen gelöst?

Und was kann ich davon jetzt wirklich selber anwenden. Was kann ich selbst gestalten.

Erst wenn ich meine Ressourcen, meine Unterstützung und meine Perspektiven geklärt habe, kann ich einschätzen, was ich jetzt tun will und was ich ändern möchte. Erst dann kann ich mir ein Ziel setzen, auf das ich meine Hoffnung richte. 

Hoffnung macht Zukunft gestaltbar!

Hoffnung wirkt positiv auf unseren Geist, unsere Emotionen, auf unser Verhalten und unsere Gesundheit!

Denn, wenn wir hoffen, 

  • Sehen wir unsere Möglichkeiten im Leben und sind wir offen für das Gute und Schöne
  • Kultivieren wir unsere positiven Emotionen und sehen unsere Potentiale
  • Sehen wir, was uns guttut und welchen Sinn unser Tun hat
  • Genesen wir schneller und stärken unsere Gesundheit, weil wir etwas für uns tun

Auf einen hoffnungsvollen Sommer!

deine Sabine

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